21.02.20: Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Eine Veranstaltung von kulturTür / DRK Berlin Südwest gGmbH:

#387

FILMVORFÜHRUNG und PODIUMSDISKUSSION mit Co-Autorin Cécile Debarge

21. FEBRUAR, 19 – 21 UHR

Nachbarschaftscafé der Villa Mittelhof, Königstraße 42-43, 14163 Berlin, S Bhf.-Zehlendorf

Eintritt frei

#387, Frankreich 2019, 63 Minuten, Sprachen: Italienisch, English, Französisch, Amharisch, Tigrinya, Bambara, SoninkeEnglische Untertitel

Ein Pulli, eine Hose, ein Gürtel, Fotos und Notizen … das ist alles, was von Nr. 387 geblieben ist, einem von 800 Migranten, die am 18. April 2015 im Mittelmeer ertrunken sind. Auf Sizilien beschäftigen sich eine forensische Pathologin und ihr Team mit der Identifikation der Ertrunkenen. Eine junge Aktivistin recherchiert auf Friedhöfen, auf denen die Ertrunkenen namenlos bestattet wurden. Und ein Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes trifft in kleinen westafrikanischen Dörfern Hinterbliebene, um Informationen über die Ertrunkenen zu sammeln. Die investigative Dokumentation zeigt die Bemühungen und Methoden, die Toten zu identifizieren, die Würde der namenlos Gebliebenen wiederherzustellen und ih-nen ihre Namen zurückzugeben.

PODIUMSDISKUSSION: (60 Minuten, in deutscher Sprache)

Hareth Almukdad, Redakteur, kulturTÜR

Katharina Bach, Aktivistin, Sea Watch

Judith Klimin, Leiterin Suchdienst, DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V.

MODERATION: Sabine Pfuhl, Mittelhof e.V.

Flyer

Veranstaltungsreihe "Glauben": 01.03. und 07.03.2020

Im März haben wir bei ITAP zwei interessante Veranstaltungen zum Thema „Glauben“ für euch.

Sonnstag, 01.03.2020, 13 Uhr: Vortrag zum Evedou-Glauben, von Komi Edzro, Integrationsbeauftragter

Samstag, 07.03.2020, 13 Uhr: Interreligiöser Dialog mit Vortrag über das Christentum

Wir freuen uns auf euch!

Perspektiven auf Rassismus

Warum weiße Menschen so gerne gleich sind, von Alice Hasters (Deutschlandfunk)

Rassismus im deutschen Alltag – Betroffene erzählen (United Evangelical Mission)

Wie wir Rassismus in der Sprache verhindern, Interview mit Antidiskriminierungs-Expertin Tupoka Ogette (Bayerischer Rundfunk)

Tupoka Ogette über Kinderbücher und Empowerment (Heinrich-Böll-Stiftung)

Exit Racism: Rassismuskritisch denken lernen – Leseprobe von Tupoka Ogette (Heinrich-Böll-Stiftung)

Deutschkurse für Geflüchtete Sommersemester 2020

20. April 2020 – 25. September 2020

ITAP e.V.
Colbestraße 19, 10247 Berlin
U5 Samariterstraße

Büro-Sprechzeiten:
Montag & Mittwoch von 10-12 Uhr und 18-20 Uhr
Tel.: 030 48811477 (zu Bürozeiten)

E-Mail: togoactionplus@googlemail.com

Kurs-Zeiten:

  • A1.1 Montag-Dienstag-Mittwoch 10-12 Uhr/16-18 Uhr
  • A1.2 Montag-Dienstag-Mittwoch 10-12 Uhr
  • A1.2 Montag-Dienstag-Mittwoch 16-18 Uhr
  • A2.1 Montag-Dienstag-Mittwoch 18-20 Uhr
  • A2.2 Montag-Dienstag-Mittwoch 18-20 Uhr
  • A2.2 Donnerstag-Freitag  10-12 Uhr
  • B1 Donnerstag- Freitag  10-20 Uhr

Anmeldung/Einstufungstermine:
Montag-Freitag, 10-12 Uhr- 18-20 Uhr

Bitte zur Anmeldung den Semesterbeitrag von einmalig 70€ mitbringen.

Wir freuen uns auf Euch!

Studie “Das Smartphone, bitte! Digitalisierung von Migrationskontrolle in Deutschland und Europa”

Handydatenauswertung bei Geflüchteten ist teuer, unzuverlässig und gefährlich.

Die Studie „Das Smartphone, bitte! Digitalisierung von Migrationskontrolle in Deutschland und Europa“ befasst sich mit der im Jahr 2017 eingeführten Analyse elektronischer Datenträger durch das BAMF. Wenn eine asylsuchende Person weder Pass noch Passersatzdokument vorweisen kann, ist die Behörde dazu berechtigt, ihr Smartphone auszuwerten, um Hinweise auf Identität und Herkunft zu erhalten. Diese Praxis verletzt das Grundrecht auf Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme von zigtausenden Menschen – für wenig aussagekräftige Ergebnisse.

[…]

Quelle und ganzer Artikel: https://freiheitsrechte.org/studie-handydatenauswertung/

Link zur Studie: https://freiheitsrechte.org/home/wp-content/upload/2019/12/GFF-Studie_Digitalisierung-von-Migrationskontrolle.pdf

Gemeinsame Statement zum Migrationspolitischen Forum

Gemeinsames Statement verschiedener Organisationen (Aufzählung siehe PDF-Dokument unten) zum Migrationspolitischen Forum am 9. Januar 2020 in Berlin:

Abschottung, Tod und Angst dürfen keine „Europäische Lösung” sein

Am Donnerstag, den 09. Januar 2020, kommen beim Migrationspolitischen Forum (MPF) Akteur*innen aus Politik, Behörden und Wissenschaft zusammen. Unter dem Titel ‘Agenturen (Frontex / EASO) als Rückgrat einer „Europäischen Lösung“ lädt der Direktor des MPF, Daniel Thym, in die Landesvertretung Baden-Württemberg beim Bund. Im Kern geht es bei dem Forum um die beiden europäischen Institutionen, die bei der Ankunft Asylsuchender an den EU-Außengrenzen eine immer mächtigere Rolle spielen.

Gesamtes Statement hier als PDF.

Demonstration und Kundgebung: Solidarität als Rückgrat von Menschlichkeit

09.01.2020 – 12:30 Uhr

Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund, Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin

ITAP beteiligt sich an der Demonstration von borderliner europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V. – hier der Aufruf:

„Anfang Dezember 2019 trat die vom europäischen Rat und Parlament im Vormonat beschlossene Verordnung zur Reform von Frontex (Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache) in Kraft. Das Mandat der Grenzschutzagentur wurde bedeutend erweitert. Frontex ist nun für alle Rückkehr-Aspekte sowie die technische und operative Unterstützung der Mitgliedstaaten verantwortlich. Auch personell wird aufgestockt: die Zahl der direkt von Frontex Angestellten und von den Mitgliedsstaaten entsandten Beamt*innen soll bis 2017 auf 10.000 Personen erhöht werden.

Hiermit wird Frontex zu einer „Super Agency“ ausgerüstet, welche mit immer mehr Befugnissen europäische Grenzen sichert, und immer weniger zur Rechenschaft für Menschenrechtsverletzungen gezogen werden kann. Die Leitlinie hier heißt: Problemlösung durch Gewalt. Auch EASO, das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen, dass, wie Frontex, hier als „Rückgrat der europäischen Lösung“ gepriesen wird, steht keinesfalls für faire Asylverfahren, die zum Ziel haben Menschen in Not Schutz zu gewähren.

Am Donnerstag den 09.01 findet in der Baden-Württembergischen Landesvertretung Berlin ein Migrationspolitisches Forum (MPF) mit dem Titel „Agenturen (Frontex / EASO) als Rückgrat einer `Europäischen Lösung´“ statt. Direktor des MPF ist Prof. Dr.Daniel Thym, der sich als starker Befürworter von Abschiebungen einen Namen gemacht hat und regelmäßig als Sachverständiger in den Bundestag geladen wird. Zuletzt bemängelte er beim Innenausschuss zum „Hau-Ab-II“ ein „Vollzugsdefizit“ bei Abschiebungen.

Für uns ist jedoch klar: Sowohl Frontex als auch EASO können durch Abschottung und Angst keine Lösung bieten!

Wir fordern die Politik auf, Solidarität und Humanität zu Leitlinien ihres Handelns zu machen. Wir fordern Diskussionen in denen Migration und Flucht nicht problematisiert, sondern als Realität anerkannt werden. Wir fordern eine menschliche Lösung, die der Ziehung sichtbarer und unsichtbarer Grenzen Alternativen entgegensetzt und das Sterben von Menschen auf der Flucht beendet.

Kommt und zeigt, dass Solidarität auch ein Teil eures Rückgrats ist!

Fähren statt Frontex und Bewegungsfreiheit statt Grenzen.“

>> Aufruf auf den Seiten von borderline europe: https://www.borderline-europe.de/termine