25 Jahre Engagement gegen Diskriminierung: Woidke verleiht „Band für Mut und Verständigung“

Link zur Originalmeldung auf den Seiten des Landes Brandenburg:
https://www.brandenburg.de/alias/bb1.c.599637.de

veröffentlicht am 17.06.2018

Seit 25 Jahren zeichnet das „Bündnis für Mut und Verständigung“ Menschen und Initiativen aus Brandenburg und Berlin aus, die sich in besonderer Weise um den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt verdient gemacht haben. Ministerpräsident Dietmar Woidke übergibt am Donnerstag (21. Juni) gemeinsam mit Berlins Innensenator Andreas Geisel in der Potsdamer Staatskanzlei das „Band für Mut und Verständigung“ an die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger. Brandenburgs Integrationsbeauftragte Doris Lemmermeier wird die Veranstaltung moderieren.

Hauptpreise:

„Doberlug-Kirchhain. Menschen für Menschen“

„Jenseits von Babel“ aus Berlin-Tempelhof

Flüchtlingshilfe Jüterbog

Komi Edzro und die Initiative Togo Action Plus aus Berlin

Wolfgang Rall aus Angermünde

R.future-TV aus Berlin-Pankow

Sonderpreise:

Celine, Martha, Michelle aus Prenzlau

Fatuma Musa Afrah aus Berlin und Brandenburg

Heinz J. Ostermann aus Berlin

Medienvertreter sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen.

Wann: Donnerstag, 21. Juni 2012, 14.00 Uhr

Wo: Staatskanzlei, Brandenburg-Saal, Heinrich-Mann-Allee 107, 14473 Potsdam

Das Bündnis hatte sich 1991 nach ausländerfeindlichen Übergriffen auf Asylbewerber-Unterkünfte im sächsischen Hoyerswerda auf Initiative des Landesbezirks Berlin-Brandenburg des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegründet. Das „Band für Mut und Verständigung“ wird seit 1993 verliehen.

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LETTRE OUVERTE DE PERSONNALITÉS ET AMIS DU TOGO POUR L’AVENIR DU TOGO

Réseau de la Coordination de la Diaspora Togolaise Indépendante (RCDTI)

Nous, personnalités de la Diaspora togolaise plurielle et indépendante, avons pris connaissance de la volonté du
Gouvernement togolais, de maintenir la candidature de Faure Gnassingbé à la tête de l’Etat togolais au cours du
mandat actuel 2015-2020 considéré comme usurpé par la grande majorité du Peuple togolais et sa Diaspora.

[…]

Vollständiger Brief:
RCDTI_6 juin 2018_Lettre Ouverte Personnalites_Avenir du Togo_Final_Diff

Internationale Konferenz 2018

Das Konferenz-Programm als PDF-Datei: Konferenzprogramm

Warum fliehen Menschen?
Wie leben Menschen mit Fluchterfahrung weiter?
Und was, wenn dieses „weiterleben“ unsicher ist?

Menschen mit Fluchterfahrung, Opfer von Rassismus, Anwält_innen und verfolgte Journalist_innen berichten über Fluchtursachen, Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung, Folter und Asylrecht.

Aus verschiedenen Perspektiven und mit spezifischen Erfahrungen beleuchten wir Aspekte, die in der Debatte um Flucht kaum sichtbar sind.
In Deutschland reduzieren sich die Berichte über Flucht auf Zahlen und Rassismus. Wir wollen im Rahmen der Konferenz aufklären, Fragen beantworten und sensibilisieren.

Vorträge, Video-Inputs und die persönlichen Erfahrungen der Vortragenden schaffen den Raum für eine offene und konstruktive Diskussion über die Situation Geflüchteter und Migrant_innen in Deutschland.

Wir laden herzlich am 23. Juni ab 10 Uhr
Haus „Neues Deutschland“
Franz Mehring Platz 1 in 10243 Berlin

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Übersetzung statt.

Facebook-Veranstaltung

HOMMAGE A GAËTAN MOOTOO, ARDENT DEFENSEUR DES DROITS HUMAINS

Grand par son cœur et ses idéaux et fidèle parmi les fidèles d’Amnesty International, Gaëtan MOOTOO a consacré plus de 30 ans de sa vie à défendre les droits humains dans le monde et tout particulièrement en Afrique. Sa première enquête fut l’affaire « des tracts subversifs » en septembre 1985 au Togo où régnait sans partage le président Eyadéma Gnassingbé. 15 intellectuels togolais dont Omer Aka Adoté, mort sous la torture, et moi-même furent illégalement arrêtés dans cette affaire.
Le décès de cet ardent défenseur des droits humains m’a profondément bouleversé et je tiens ici à lui rendre un hommage mérité et à m’incliner, avec gratitude et respect, devant sa mémoire. Je renouvelle ma gratitude à Amnesty International pour m’avoir aidé à traverser ces moments difficiles et avoir contribué à mon élargissement.
Ma famille et moi adressons nos sincères condoléances à la famille de l’illustre disparu et lui souhaitons courage, réconfort et paix pour traverser cette dure épreuve de la vie.
Nous restons persuadés que le combat que mènent les justes finira par faire reculer les frontières des violations des droits de l’homme et des peuples et assurera le triomphe du bien sur le mal, l’altruisme sur l’égoïsme et la paix dans le monde.
Fait à Colmar, le 28 mai 2018
Dr Antoine Ati RANDOLPH

Grußwort von Ulla Jelpke zur Demonstration und Kundgebung „Nein zu Rassismus, Nein zu Ausgrenzung, Für Zivilcourage“ am 27.05.2018

Gerade heute ist es wichtig gegen Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße zu gehen, denn die Rassisten und Hetzer geben im Bundestag zunehmend den Ton an. Damit meine ich nicht nur die AfD, sondern auch jene aus Union und FDP, die ihnen in Sachen Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung nacheifern. Die Anwesenheit der AfD-Hetzer im Bundestag hat zu einer verhängnisvollen Kettenreaktion geführt. Kaum fordert die AfD die Abschiebung von Flüchtlingen nach Syrien, wollen wenig später die Innenminister der Union prüfen, ob Abschiebungen dorthin möglich sind. Die AfD will die deutschen Grenzen dicht machen, und Bayerns Innenminister Herrmann übernimmt diese Forderung und verlangt systematische Kontrollen an allen bundesdeutschen Grenzen.

Außerdem haben wir es mit einem fatalen Zusammenspiel zwischen Rassisten auf der Straße und im Parlament zu tun. Während der rassistische Mob auf der Straße und an den Wahlurnen mobil macht, heizen seine Vertreter*innen um Bundestag die Stimmung weiter an, und das Anbiedern der FDP und Union an die Forderungen der AfD bietet den Schlägern und Hetzern außerhalb des Bundestages die gewünschte Bestätigung.

Wir erleben einen massiven Grundrechtsbruch durch die Verweigerung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte. Mit völlig überzogenen Behauptungen über die Zahl von Familienangehörigen, die angeblich nachziehen würden, hat die Union die flüchtlingsfeindliche Stimmung im Land weiter angeheizt – und die SPD ist dabei mitgezogen. Noch vor der Sommerpause soll die Abschaffung des Rechts auf Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte endgültig besiegelt werden. Die monatlichen 1000er-Kontingente sind nichts weiter als ein Tropfen auf den heißen Stein. Tausende werden weitere Jahre in Kriegsgebieten oder katastrophalen Flüchtlingslagern ausharren müssen, in der Hoffnung eines Tages doch die eigenen Eltern oder Kinder wiederzusehen.

Auch die Debatte um den sogenannten Skandal im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist Teil einer rassistischen Kampagne. Beim BAMF bestehen systematische Mängel, das kritisieren wir seit Jahren. Schlecht geschultes Personal, unqualifizierte Dolmetscher*innen, die Trennung in Anhörer*in und Entscheider*in, ein hoher Zeitdruck und zweifelhafte interne Weisungsvorgaben führen dazu, dass das BAMF Fehlentscheidungen wie am Fließband produziert. 40 Prozent der beklagten Entscheidungen werden deswegen von den Gerichten bei inhaltlicher Prüfung kassiert. Wenn Flüchtlingen vom BAMF Unrecht angetan wird, stört das offenbar kaum jemanden. Wenn aber die Frage im Raum steht, ob ausnahmsweise fehlerhafte Bescheide zu Gunsten der Flüchtlinge ausgestellt wurden, ist das Geschrei groß. Das entlarvt den rassistischen Kern der Debatte.

Dabei muss doch eins klar sein: kein Mensch flieht ohne Grund. Die Länder des globalen Nordens sind ganz wesentliche Verursacher von Verhältnissen, die Menschen weltweit zur Flucht zwingen. Das tödliche Geschäft mit Waffen und Panzern, die Verwüstung der Umwelt, die Ausplünderung von Rohstoffen, die Vernichtung lokaler Ökonomien durch sog. Freihandelsabkommen – all das sind Fluchtursachen, die hier beginnen, die von hier ausgehen. Deswegen bedeutet antirassistischer Widerstand zugleich entschlossenen Widerstand gegen den globalen Kapitalismus.